Arten, Zuchtformen und Aquaristik-Begriffe von A bis Z. Zu jedem Thema findest du eine kurze Einführung und Links zu passenden Ratgebern. Die Kennzeichnung zeigt dir, ob ein Name eine Art, eine Zuchtform oder eine Handelsbezeichnung meint. Farbe und Handelsname allein sagen noch nichts über die passende Haltung aus.
152 Einträge
A
Art
Amanogarnele (Caridina multidentata)
Erwachsene Amanogarnelen leben im Süßwasser und tragen dort Eier. Daraus schlüpfen Larven, die für ihre weitere Entwicklung salzhaltiges Wasser benötigen. Heimzucht erfordert Larvenabsammeln, separates Brack-/Meerwasserbecken, feines Futter und anschließende stufenweise Rückgewöhnung.
Ammonium (NH₄⁺) entsteht unter anderem beim Abbau organischer Stoffe. Die Einordnung eines Messwerts erfolgt zusammen mit pH, Temperatur und dem möglichen Ammoniakanteil.
Amphidromie bezeichnet einen Lebenszyklus, bei dem erwachsene Garnelen im Süßwasser leben und laichen, die Larven aber flussabwärts in Brack- oder Meerwasser aufwachsen. Für die Heimzucht braucht es daher getrennte Adult- und Larvenbecken; nicht jede Süßwassergarnele ist amphidrom.
Eine passende Sicherung vor Filter- oder Pumpenöffnungen, die besonders Junggarnelen schützen soll. Sie muss lückenlos sitzen und darf den Durchfluss nicht durch Verschmutzung blockieren.
Ein Aquarium, dessen Besatz und Pflege auf eine bestimmte Tierart ausgerichtet sind. Es erleichtert Beobachtung und Nachzucht; die notwendige Größe und Einrichtung richten sich nach dieser Art.
Die Pflege junger Garnelen nach dem Schlupf. Ein eingefahrenes Becken mit Biofilm, Verstecken und einem geschützten Filtereinlass bietet gute Voraussetzungen.
Eine zusätzliche Luftzufuhr mit passendem Zubehör unterstützt den Gasaustausch. Sie ersetzt weder die biologische Filterung noch die Kontrolle der Temperatur.
Die wissenschaftlich beschriebene Bienengarnele wird im Hobby auch mit älteren Handelsnamen geführt. Sie vermehrt sich mit direkter Entwicklung im Süßwasser. Ein eingefahrenes Becken, stabile weiche Wasserchemie, Biofilm und geschützter Filtereinlass unterstützen die Jungtiere; Farblinien für gezielte Zucht getrennt halten.
Ein dünner Belag aus Mikroorganismen auf Pflanzen, Holz und anderen Oberflächen. Garnelen weiden ihn ab; besonders Jungtiere nutzen ihn als Nahrungsquelle.
Schwarz-weiße Zuchtform aus der Bienengarnelen-Gruppe. Black Bee ist eine Farbbezeichnung. Die klassische Bienengarnele wird als Caridina logemanni geführt; bei Hochzuchtlinien die konkrete Abstammung erfragen.
Blaue Zuchtform der Tigergarnelen-Gruppe. Es gibt Linien mit unterschiedlichen Augenfarben und Zeichnungen. Blaue Tiger sind von blauen Neocaridina zu unterscheiden; die Farbe ist kein verlässlicher Artenschlüssel.
Caridina caerulea ist eine Sulawesi-Garnele aus dem Poso-See. Feldbeobachtungen zeigen Tiere unter Steinen und Holz. Ihr Seehabitat ist bei der Einrichtung zu berücksichtigen; die Bedingungen eines Neocaridina-Beckens lassen sich nicht ungeprüft übertragen.
Caridina fernandoi wird in Artenlisten als Blauschwanzgarnele geführt. Das Farbmerkmal allein ist kein sicherer Artenschlüssel. Für Haltung und Nachzucht sollten eine belastbare Bestimmung und die Bedingungen des Herkunftsbestands vorliegen, statt allgemeine Caridina-Werte zu übernehmen.
Dunkelrote Neocaridina-Zuchtform. Bloody Mary und Red Sakura sind unterschiedliche Handelslinien; ein roter Körper allein reicht zur sicheren Unterscheidung nicht aus.
Im Handel meist als Paracaridina sp. „Blue Bee“ bezeichnet. „sp.“ bedeutet, dass keine Art festgelegt ist. Blue Bee ist deshalb nicht einfach eine blaue Bienengarnele von Caridina logemanni. Artzuordnung und Zuchtbedingungen beim Anbieter klären.
Blau-weiße Zuchtform aus der Taiwan-Bee-Gruppe. Der sichtbare Blauanteil kann je nach Farbdeckung variieren. Eine Blue Bolt ist keine blaue Neocaridina; die passende Zuchtgruppe vor der Einrichtung klären.
Häufig hellblaue, durchscheinende Neocaridina-Handelsform aus der roten Rili-Verwandtschaft. Eine hellblaue Garnele lässt sich damit nicht allein optisch sicher bestimmen.
Hellblaue „Pearl“-Zuchtform, im Handel unter Neocaridina palmata oder älteren beziehungsweise vorsichtigen Artzuordnungen angeboten. Blue Pearl ist nicht automatisch eine Blue Dream von Neocaridina davidi. Stamm und Bestimmung beim Züchter erfragen.
Neocaridina-Zuchtform mit dunklen und transparenten Körperbereichen. „Rili“ beschreibt das Muster. Der Name bezeichnet eine Farbform und keine eigene Garnelenart.
Gattung mit sehr unterschiedlichen Fortpflanzungswegen: Manche Arten wie Bienen- und Tigergarnelen entwickeln sich vollständig im Süßwasser; andere, darunter Amanogarnelen, haben salzabhängige Larven. Gattungsname allein reicht nicht zur Planung: Art bestimmen und Entwicklungszyklus vor dem Zuchtstart klären.
„cf.“ signalisiert, dass die Bestimmung als ähnlich zu Caridina babaulti, aber nicht gesichert ist. Unter diesem Handelsnamen können unterschiedliche Tiere mit abweichender Larvenentwicklung verkauft werden. Vor der Zucht Herkunft und tatsächliche Art klären; nicht pauschal von Süßwasser-Direktentwicklung oder einem bestimmten Wasserrezept ausgehen.
Ein Stoff, der unter bestimmten Umständen zur Trinkwasserdesinfektion eingesetzt wird. Ob er im aktuellen Ausgangswasser eine Rolle spielt, ist beim Versorger und am Entnahmeort zu prüfen.
Photosynthetisch aktive Bakterien, die unter anderem schleimige Beläge bilden können. Ein massenhaftes Auftreten wird anders beurteilt als normaler Aufwuchs.
Bei diesen Arten schlüpfen aus den Eiern bereits kleine, garnelenförmige Jungtiere. Dazu zählen Neocaridina davidi und viele Bienen-/Tigergarnelen. Es wird kein Brackwasser-Larvenbecken benötigt; zentral sind ein eingefahrenes Becken, Biofilm und ein gegen Ansaugen geschützter Filter.
Gezielte Nährstoffversorgung von Aquarienpflanzen. Zusammensetzung, Wasservolumen und vorhandene Einträge bestimmen die Anwendung eines geeigneten Produkts.
Heranreifende Eier in den Eierstöcken eines Weibchens, oft als heller Bereich hinter dem Kopf sichtbar. Er ist kein bereits getragenes Eipaket unter dem Hinterleib.
Die Zeit, in der sich ein neues Aquarium biologisch stabilisiert. Vor dem Besatz sollten die Wasserwerte geprüft werden; eine feste Zahl an Tagen allein genügt nicht.
Aquaristisches Naturmaterial, dessen Verwendung nach Herkunft, Vorbereitung und Einfluss auf das Wasser beurteilt wird. Es ersetzt weder Filterpflege noch eine Ursachenklärung bei Krankheiten.
Atyaephyra desmarestii ist eine wissenschaftlich anerkannte Süßwassergarnele. In älteren Listen steht häufig die Schreibweise „desmaresti“. Heimische beziehungsweise europäische Herkunft bedeutet nicht automatisch, dass ein warmes tropisches Aquarium zur jeweiligen Population passt.
Filtrierende Süßwassergarnelen, etwa Bambus- und Vampirgarnelen. Die Erwachsenen brauchen Strömung und feine Schwebnahrung; die Larven wandern bei den hier gehaltenen amphidromen Arten in salzhaltige Gewässer. Haltung und Nachzucht sind deshalb zwei unterschiedlich schwierige Aufgaben.
Sammelbegriff für Mikroorganismen, die an biologischen Prozessen beteiligt sind. Sie besiedeln Filtermedien und weitere Oberflächen; ihre Leistung hängt von den Bedingungen ab.
Bedarfsgerechte Wartung, die Durchfluss erhält und biologische Medien möglichst schonend behandelt. Ansaugschutz, Rotor und Filtermaterial haben unterschiedliche Pflegeaufgaben.
Garnelen fressen unter anderem Aufwuchs und geeignete pflanzliche oder tierische Nahrung. Zusatzfutter wird sparsam dosiert, damit Reste das Wasser nicht unnötig belasten.
Nicht aufgenommene Futterbestandteile können das Wasser belasten. Fütterung beobachten und erkennbare Reste entfernen statt die nächste Portion automatisch hinzuzugeben.
Einige Garnelen entlassen Larven, die sich trotzdem in Süßwasser entwickeln. Das ist von direkter Entwicklung und von amphidromer, salzabhängiger Entwicklung zu unterscheiden. Larven benötigen häufig ein separates, fischfreies Aufzuchtgefäß, sanfte Belüftung und sehr feines geeignetes Futter.
Bei diesen Arten leben die Adulttiere oft im Süßwasser, die Larven brauchen aber Brack- oder Meerwasser. Amano-, Bambus- und manche Großarmgarnelen sind Beispiele. Für die Heimzucht sind getrennte Becken, Salinitätskontrolle, Larvenfutter und ein geplanter Übergang der Jungtiere erforderlich.
Pflanzen im Garnelenbecken bieten Struktur und abweidbare Flächen. Die Auswahl richtet sich nach Licht, Standort, Pflegezugang und sicherer Vorbereitung.
Todesfälle können verschiedene Ursachen haben. Filter, Temperatur, Sauerstoffversorgung, Wasserwerte und zeitlich vorausgehende Änderungen systematisch prüfen.
„Glasgarnele“ ist ein uneindeutiger deutscher Name. Manche Angebote meinen Macrobrachium lanchesteri, andere Palaemon-Arten. Der transparente Körper reicht zur Unterscheidung nicht aus. Besonders bei geplanter Vergesellschaftung zuerst die genaue Art und mögliche Endgröße klären.
Goldene und orange Tiger sind Handelsbezeichnungen für entsprechend gefärbte Tigergarnelen. Eine bestimmte Art oder reine Abstammung lässt sich aus diesen Namen nicht sicher ableiten. Die angebotene Linie vor dem Kauf genauer bestimmen lassen.
Caridina spinata gehört zu den Sulawesi-Seegarnelen. Dokumentierte Zuchterfahrungen zeigen sowohl erfolgreiche Vermehrung als auch empfindliche Bestände. Ein reifes, artspezifisch eingerichtetes Becken und sorgfältige Pflege sind wichtiger als eine pauschale Liste angeblicher Idealwerte.
Grün gefärbte Neocaridina-Zuchtform. Sie ist von den ebenfalls als „grüne Garnelen“ angebotenen Caridina zu unterscheiden. Vor dem Kauf den wissenschaftlichen Namen erfragen.
Eine artenreiche Gattung von Fluss- und Großarmgarnelen. Endgröße, Verhalten und Larvenansprüche unterscheiden sich stark; einige Arten haben eine Brackwasser-Larvenphase. Vor dem Kauf die konkrete Art bestimmen und Beckenvolumen, Aggression sowie Larvenaufzucht prüfen.
Handelsbezeichnung für grüne Caridina, häufig mit „cf. babaulti“ versehen. „cf.“ kennzeichnet eine unsichere Artzuordnung. Die grüne Farbe ist kein Beleg für Neocaridina Green Jade; beide Angebote müssen getrennt betrachtet werden.
Kleine hawaiianische Brackwassergarnele, auch Opae Ula genannt. Sie benötigt ein stabiles eigenes System mit passendem Salzgehalt und Aufwuchs. Nachzucht kann im geeigneten Artbecken stattfinden; ein separates Larvenbecken ist nicht grundsätzlich erforderlich.
Ein Verkaufsname für eine Art, Farbform oder unklar bestimmte Gruppe. Er ersetzt keinen wissenschaftlichen Namen und beweist weder Kreuzbarkeit noch ein bestimmtes Wasser- oder Zuchtrezept.
Caridina woltereckae gehört zur Garnelenfauna des Towuti-Sees auf Sulawesi. Sie wird dort auf steinigen Bereichen beobachtet. Mit „Harlekin“ können im Handel auch andere Garnelen gemeint sein; deshalb immer den wissenschaftlichen Namen mitprüfen.
Sammelname für ähnlich gezeichnete Caridina. Unter „Hummel“ werden verschiedene Arten und Varianten angeboten; der Name darf nicht pauschal mit einem einzigen Artprofil gleichgesetzt werden. Vor einer Vergesellschaftung oder Zucht die Tiere genauer bestimmen lassen.
Eine im Handel meist als Microsorum pteropus angebotene Aufsitzerpflanze. Das Rhizom wird auf geeignetem Holz oder Stein befestigt und nicht eingegraben.
Der Handelsname bezeichnet häufig Taxiphyllum barbieri. Dünn befestigte Bestände bieten feine Struktur und müssen auf Ablagerungen und Rückschnittbedarf kontrolliert werden.
Endemische Süßwassergarnele aus dem Matano-See auf Sulawesi. Die Jungtiere entwickeln sich im Süßwasser; die Schwierigkeit liegt in der empfindlichen, stabilen Haltung und langsamen Kolonieentwicklung. Nötig sind ein eigenes, lange stabiles Becken und eine fachlich belegte, artgerechte Wasserchemie.
Dunkle Taiwan-Bee-Zuchtform. King Kong benennt eine Farb- und Musterform innerhalb der Hochzucht. Der Name allein erlaubt weder eine genaue Abstammungsbestimmung noch eine Vorhersage aller Nachwuchsfarben.
Die Fortpflanzung zwischen kompatiblen Garnelen. Verschiedene Farblinien derselben Art können sich vermischen; bei der Zucht sollte die genaue Art bekannt sein.
Ein Spurenelement, das bei entsprechender Belastung schädlich wirken kann. Niedrig dosierter geeigneter Pflanzendünger ist anders zu beurteilen als eine kupferhaltige Behandlung.
Ein Entwicklungsstadium nach dem Schlupf, das sich je nach Garnelenart deutlich vom erwachsenen Tier unterscheiden kann. Süßwasserentwicklung und salzabhängige Entwicklung erfordern unterschiedliche Aufzuchtverfahren.
In der Aquaristik ist meist die elektrische Leitfähigkeit in µS/cm gemeint. Sie hilft beim Vergleichen, bestimmt aber nicht die einzelnen gelösten Stoffe oder ihre Verträglichkeit.
Wichtige Speisegarnele der Aquakultur, nicht mit einer üblichen Süßwasser-Zwerggarnele vergleichbar. Brut und Larven werden in kontrollierten Brutanlagen mit Hygiene-, Wasser- und Futtermanagement aufgezogen. Für ein gewöhnliches Heimaquarium ist die vollständige Zucht daher kein realistisches Einsteigerprojekt.
Meerwasser-Gattung mit mehreren beliebten Ziergarnelen. Erwachsene können im Aquarium Eier tragen; die frei schwimmenden Larven brauchen ein separates Meerwasser-Aufzuchtsystem und passendes Kleinstfutter. Die lange, empfindliche Larvenphase ist meist der Engpass der Heimzucht.
Meerwasser-Ziergarnele, deren Eier am Hinterleib getragen werden. Die Larven schwimmen planktonisch und benötigen eigene Aufzuchtbedingungen; die erfolgreiche Haltung erwachsener Tiere bedeutet daher noch keine einfache Nachzucht. Separates Larvenbecken und geeignetes Lebendfutter sind nötig.
Auffällige Meerwasser-Ziergarnele. Nach dem Schlupf sind die Larven zunächst frei schwimmend und brauchen kontrollierte Meerwasserbedingungen sowie kleine Futterorganismen. Wissenschaftliche Aufzuchtversuche zeigen, dass spezielle Larvenaufzucht möglich ist, aber deutlich aufwendiger als Süßwasser-Zwerggarnelenzucht.
Meerwasser-Ziergarnele, im Hobby unter anderem zur Bekämpfung von Glasrosen gehalten. Die Larven durchlaufen eine planktonische Phase. Eine Heimzucht braucht ein separates Larvensystem und fein abgestimmte Fütterung; Handelsnamen können mehrere nahe verwandte Arten meinen.
Erwachsene leben im Süßwasser, die Larven werden jedoch typischerweise in Brackwasser aufgezogen und durchlaufen mehrere Stadien. Eine Heimzucht erfordert großes Adultbecken, separate salzhaltige Larvenbecken, Artemia und kontrollierte Wasserführung. Die FAO beschreibt dafür ein spezialisiertes Brutanlagenverfahren.
Malaya ist ein Handelsname für Caridina; die Zuordnung als „cf. babaulti“ ist nicht mit einer gesicherten Bestimmung gleichzusetzen. Vor einer Zuchtplanung klären, ob die angebotenen Tiere Junggarnelen oder frei schwimmende Larven entlassen.
Caridina thambipillai ist der wissenschaftliche Name hinter vielen Mandarinengarnelen-Angeboten. „Mandarine“ beschreibt die auffällige Farbe, die allein keine sichere Bestimmung erlaubt. Die Art wurde aus malaysischen Fundorten beschrieben; Handelsbestand und Haltungsbedingungen zusätzlich klären.
Neocaridina palmata ist eine wissenschaftlich anerkannte Art. „Marmor“ beschreibt die variable Zeichnung im Handel. Artname und Zuchtform getrennt dokumentieren, damit eine helle oder blaue Variante nicht allein nach ihrer Farbe eingeordnet wird.
Sammelgruppe für marine Aquarienarten wie Lysmata, Stenopus und Thor. Ihre Larven sind meist planktonisch; artspezifische Aufzuchtbecken, Meerwasserstabilität und passendes Lebendfutter sind nötig. Die folgenden Arteinträge unterscheiden die Ansprüche, statt alle als gleiche Zuchtform zu behandeln.
Uneindeutiger Handelsname für kleine, Amanogarnelen ähnlich wirkende Tiere. Er ist keine gesicherte Artbezeichnung und kein Beleg für eine kleine Amano-Variante. Für Haltung und Zucht zählt die tatsächliche Art.
Erwachsene Bambusgarnelen sitzen in Strömung und fangen Schwebepartikel mit ihren Fächern. Die Larven brauchen eine salzhaltige Entwicklungsphase. Zu Hause sind ein reifes strömungsreiches Adultbecken, ein separates Larvenbecken und sehr feines Futter nötig.
Lockere Ablagerungen aus organischen und mineralischen Bestandteilen. Er ist nicht dasselbe wie ein anhaftender Biofilm; überschüssige belastende Ablagerungen gezielt entfernen.
Im gehaltenen Bestand entstandene Tiere statt neu aus der Natur entnommener Tiere. Eiertragen, Schlupf und erfolgreiche Aufzucht bis zum selbstständig lebensfähigen Nachwuchs sind verschiedene Schritte.
Ein kleines Aquarium. Wegen des geringen Wasservolumens können sich Temperatur und Wasserwerte schneller verändern; stabiler Betrieb ist besonders wichtig.
Süßwassergattung, deren verbreitete Aquarienart Neocaridina davidi Jungtiere direkt im Süßwasser entlässt. Ein eingefahrenes, stabiles Becken mit Biofilm und sicherem Filtereinlass genügt grundsätzlich; konkrete Wasserwerte müssen zum Ausgangswasser und Zuchtbestand passen.
Robuste Süßwasserart mit direkter Entwicklung: Jungtiere schlüpfen als kleine Garnelen. Viele Handelsnamen wie Red Cherry, Sakura, Blue Dream und Yellow Fire sind Farb-/Selektionslinien, keine separaten Arten. Für farbreine Zucht verschiedene Linien getrennt halten; Becken einfahren und Leitungswasserwerte vorab messen.
Desmocaris trispinosa fällt durch ihr Schweben im Wasser auf. Beobachtungen an importierten Tieren zeigen dieses Verhalten besonders bei geringer Strömung. Die Jungtiere können im Süßwasser aufgezogen werden; ein strömungsreiches Fächergarnelen-Becken ist dafür kein passendes Vorbild.
Marosina serratirostris wird im Handel Ninjagarnele genannt. Die Bezeichnung allein ist keine Zuchtanleitung. Die Artbestimmung und der Entwicklungszyklus des angebotenen Bestands müssen vor einer Nachzucht geklärt werden; nicht automatisch von direkt entwickelten Junggarnelen ausgehen. Seit der Revision von 2026 lautet die Gattungszuordnung Marosina; ältere Haltungsberichte nennen noch Caridina serratirostris.
Nitrat (NO₃) ist eine Stickstoffverbindung, die unter anderem beim mikrobiellen Abbau entsteht und von Pflanzen genutzt werden kann. Aquarium und Ersatzwasser getrennt messen.
Mikrobielle Oxidation von Ammonium über Nitrit zu Nitrat unter sauerstoffreichen Bedingungen. Die Bildung von Nitrat ist nicht gleichbedeutend mit vollständigem Stickstoffaustrag.
Eine Stickstoffverbindung, die im biologischen Abbau entstehen kann. Ein messbarer Anstieg ist ein Warnsignal und sollte vor dem Besatz beziehungsweise bei Problemen geprüft werden.
Ein vorübergehender Nitritanstieg kann während der Entwicklung des biologischen Abbaus auftreten. Der Verlauf wird gemessen; eine feste Wartezeit allein bestätigt keine ausreichende Beckenreife.
Orangefarbene Neocaridina mit transparenten Bereichen. „Rili“ kennzeichnet die Zeichnung; genaue Farbverteilung und Farbstabilität hängen vom jeweiligen Zuchtstamm ab.
Orangefarbene Neocaridina-Zuchtform, häufig auch Orange Fire genannt. Die Färbung macht daraus keine zusätzliche Art. Unsere Neocaridina-Anleitung erklärt Einrichtung, Fütterung und Nachwuchs.
Durch Umkehrosmose weitgehend von gelösten Stoffen befreites Wasser. Für die Garnelenhaltung wird es je nach Art gezielt mit geeigneten Mineralsalzen aufbereitet.
Süßwasser-Palaemonide, deren Nachwuchs Larvenstadien durchläuft; anders als Amanolarven ist die Art nicht pauschal als Brackwasserzüchter einzuordnen. Die Larven können im Süßwasser aufgezogen werden, brauchen aber ein separates, fischfreies Gefäß und sehr feines Futter.
Große marine Speisegarnele der Aquakultur. Die kommerzielle Nachzucht erfolgt in Brutanlagen mit Brutstockpflege, Larvenbecken, Salzwasser und Lebend-/Formfutter. Für die Heimzucht im normalen Aquarium ist diese Produktionsweise praktisch nicht geeignet.
Marine Partnergarnele, die oft mit Seeanemonen oder anderen Wirten assoziiert ist. Ihre Larven entwickeln sich frei im Wasser; für eine Zucht zu Hause sind ein Meerwasser-Elternbecken, getrennte Larvenaufzucht und passendes Planktonfutter erforderlich.
Plattwürmer, die im Aquarium auftreten können. Nicht jeder sichtbare Wurm ist eine Planarie; eine sichere Bestimmung sollte einer Behandlung vorausgehen.
Eine vorbereitete getrennte Haltung neuer oder auffälliger Tiere zur Beobachtung. Sie ist etwas anderes als eine kurze Anpassung an Temperatur und Wasserchemie.
Rot-weiße Zuchtbezeichnungen aus der Bienengarnelen-Gruppe. Je nach Zuchtlinie unterscheiden sich Muster und Weißanteil. Crystal Red und Red Bee sind keine zwei zusätzlich beschriebenen wissenschaftlichen Arten.
Rote Neocaridina-Farbform mit transparenten Körperbereichen. Für den Erhalt des Musters ist die dokumentierte Herkunft des Stammes hilfreicher als eine reine Farbauswahl beim Kauf.
Macrobrachium assamense ist eine anerkannte Großarmgarnelen-Art. Der deutsche Name „Ringelhand“ wird allerdings auch für andere Macrobrachium verwendet. Vor einer Vergesellschaftung reicht der Handelsname daher nicht; Art, Endgröße und Verhalten müssen geklärt sein.
Gracidina gracilirostris fällt durch ihr langes Rostrum auf, den nach vorn gerichteten Fortsatz am Kopf. Haltung der erwachsenen Tiere und Larvenaufzucht sind getrennte Fragen. Vor der Zucht den Entwicklungszyklus prüfen; der allgemeine Baby-Garnelen-Ratgeber erklärt diesen Unterschied. Die Art wurde 2026 in die Gattung Gracidina gestellt; der ältere Name Caridina gracilirostris ist weiterhin verbreitet.
Rote Farbform der Tigergarnelen-Gruppe um Caridina mariae. Die Farbe ist ein Zuchtmerkmal. Zur Einordnung gehören neben dem Namen auch die Herkunft des Stammes und seine bisherigen Haltungsbedingungen.
„Rotschwanz“ ist eine Handelsbeschreibung, häufig mit Caridina sp. kombiniert. Das rote Schwanzmerkmal reicht nicht zur wissenschaftlichen Bestimmung. Ohne geklärte Art sollten weder Wasserwerte noch Larvenentwicklung pauschal aus dem Namen abgeleitet werden.
Zuchtbezeichnung für Neocaridina mit besonders dichter Färbung. Meist ist die rote Sakura gemeint. „Sakura“ bezeichnet keine eigene wissenschaftliche Art.
Der Salzgehalt ist bei Brack- und Meerwasserhaltung ein eigener Parameter. Messverfahren, Einheit und Temperatur gehören zur Auswertung; GH und ein beliebiger TDS-Wert sind kein Ersatz.
Eine unzureichende Sauerstoffversorgung kann das Verhalten der Tiere und biologische Prozesse beeinträchtigen. Filterlauf, Oberflächenbewegung und Temperatur werden gemeinsam geprüft.
Diese Garnele begegnet in älteren Listen als Macrobrachium kulsiense; neuere Fachliteratur führt Arachnochium kulsiense. Die Namensänderung ist bei der Recherche wichtig. Nicht mit White Pearl oder Snow White Bee verwechseln, die zu anderen Gruppen gehören.
Braune Neocaridina-Zuchtform. Sie darf nicht mit der Schokogarnele Macrobrachium dayanum verwechselt werden: ähnlich klingende Namen können völlig unterschiedliche Tiere meinen.
Macrobrachium dayanum ist eine Süßwasserart aus der Großarmgarnelen-Gruppe. Sie ist von der kleinen Neocaridina-Zuchtform Schoko Sakura zu unterscheiden. Der ähnliche deutsche Name ist kein Beleg für vergleichbares Verhalten oder eine gemeinsame Haltung.
Ein Filter mit durchströmtem Schwammmaterial. Bei luftbetriebenen Modellen gehören Luftversorgung und passende Montage zur Planung; Ansaugsicherheit ist am konkreten Aufbau zu prüfen.
Dunkle Zuchtform der Tigergarnelen-Gruppe, teils mit sehr breiten dunklen Zeichnungen. „Schwarz“ beschreibt eine Variante und keine zusätzliche Art. Linie und mögliche Einkreuzungen beim Züchter erfragen.
Algen im freien Wasserkörper, die eine grünliche Trübung verursachen können. Sie unterscheiden sich von weißlicher Bakterienblüte und fest sitzenden Belägen.
Pflanzen an der Wasseroberfläche, die Schatten und Wurzelstruktur bieten können. Genügend freie Oberfläche und Licht für darunter wachsende Pflanzen erhalten.
Weiße Bienengarnelen-Zuchtform, auch Snow Bee beziehungsweise Golden Bee genannt. Von White Pearl unterscheiden: Ähnliche Helligkeit bedeutet weder dieselbe Artgruppe noch dieselbe Haltung.
Weißbeingarnelen und Tiger-Garnelen werden professionell in kontrollierten Brutanlagen vermehrt. Sie sind als Gruppe im Wiki der Vollständigkeit halber erklärt, gelten aber nicht als realistische Zuchtarten für ein gewöhnliches Heimaquarium.
Caridina simoni ist eine anerkannte Art. Schreibweisen wie „Ceridina“ in Handelslisten sind fehlerhaft; für eine Quellenrecherche ist Caridina simoni der passende Ausgangspunkt. Die Artzuordnung ist vor einem konkreten Haltungs- oder Zuchtplan zu prüfen.
Markante Meerwasser-Ziergarnele. Die adulten Tiere können im Aquarium gehalten werden, ihre Larven benötigen jedoch eine planktonische Aufzucht im Meerwasser. Für Nachzucht braucht es ein separates Larvenbecken, abgestimmte Futterkulturen und Erfahrung mit mariner Larvenpflege.
Gestreifte Handelsform aus dem babaulti-Umfeld. „cf. babaulti“ ist eine vorsichtige Zuordnung, kein sicher bestimmter Artname. Streifen allein unterscheiden diese Tiere nicht zuverlässig von anderen Caridina; die Herkunft des Bestands erfragen.
Garnelen von der indonesischen Insel Sulawesi. Seespezialisten aus Matano, Towuti und Poso sowie Inlandsgarnelen aus Fließgewässern haben unterschiedliche Anforderungen. Herkunft und Art bestimmen die Pflege, nicht der Inselname allein.
Caridina parvidentata ist als eigenständige Art geführt. Der ältere Name Caridina pareparensis var. parvidentata begegnet weiterhin im Handel. „Sulawesi“ allein ist kein einheitliches Haltungsprofil: Inlandsgarnelen und spezialisierte Seegarnelen müssen getrennt eingeordnet werden.
Zuchtname für besonders stark rot gezeichnete Bienengarnelen-Linien. Er legt weder eine eigenständige Art noch ein einheitliches Qualitätsmaß fest. Beim Züchter nach Linie, Zeichnung und bisherigen Wasserbedingungen fragen.
Zuchtgruppe im Caridina-Umfeld, zu der Namen wie King Kong und Blue Bolt gehören. Der Gruppenname ist keine wissenschaftliche Artbestimmung. Für die Zucht sind dokumentierte Linien und kontrollierte, stabile Wasserbedingungen wichtig.
Die Anzeige vieler TDS-Geräte wird aus der Leitfähigkeit mit einem Umrechnungsfaktor geschätzt. Eine ppm-Zahl ist weder automatisch ein Wert in µS/cm noch eine vollständige Wasseranalyse.
Ein Streifen mit mehreren Reaktionsfeldern für Wasserparameter. Ablesezeit und Messbereich richten sich nach dem Produkt; überraschende Ergebnisse gezielt nachprüfen.
Kleine Meerwasser-Ziergarnele, bekannt für ihr charakteristisches Wippen. Die Larven leben zunächst planktonisch; eine Nachzucht braucht separates Meerwasser-Larvenbecken, sehr kleine Futterorganismen und sorgfältige Wasserpflege.
Süßwasserart mit direkt entwickelnden Jungtieren; die Larven benötigen keine Brackwasserphase. Im Handel finden sich mehrere Tiger-Farbformen und teils ältere Artbezeichnungen. Zucht gelingt in einem stabilen, reifen Aquarium; konkrete Wasserwerte an Herkunft und Zuchtstamm ausrichten.
Ein Wassertest mit flüssigen Reagenzien. Je nach Verfahren erfolgt die Auswertung über Farbumschlag oder eine Farbkarte nach vorgeschriebener Reaktionszeit.
Caridina serrata gehört zur namensgebenden serrata-Artengruppe. Zu dieser wissenschaftlichen Gruppe zählen auch die beschriebenen Bienen- und Tigergarnelen-Arten. Daraus folgt jedoch kein einheitliches Wasserrezept: die konkrete Art und Zuchtlinie gesondert betrachten.
Mehr Futtereintrag, als der Bestand unter den jeweiligen Bedingungen sinnvoll aufnehmen kann. Reste, Besatz und natürliche Nahrung gemeinsam beurteilen.
Große westafrikanische Fächergarnele. Erwachsene filtern feine Nahrung aus der Strömung; die frei schwimmenden Larven benötigen salzhaltige Entwicklungsbedingungen. Eine Nachzucht verlangt deshalb ein separates Larvenbecken und geeignetes Planktonfutter; für Einsteiger ist sie ungeeignet.
Kühlung durch Verdunstung an der Wasseroberfläche, beispielsweise mithilfe eines geeigneten Lüfters. Wasserverlust und verbleibende gelöste Stoffe müssen berücksichtigt werden.
Die gemeinsame Haltung verschiedener Tiere. Auch kleine Fische können Junggarnelen fressen; ein eigenes Garnelenbecken erleichtert die gezielte Aufzucht.
Rückzugsbereiche zwischen Pflanzen und geeigneter Einrichtung. Sie erleichtern die Haltung, schützen Junggarnelen aber nicht zuverlässig vor jedem Mitbewohner.
Ein Zusatz mit produktspezifischer Aufgabe, etwa zur Behandlung bestimmter Belastungen im Ausgangswasser. Er ist nicht automatisch Aufhärtesalz, Bakterienstarter oder Ersatz für Messungen.
Ein Verfahren zur Untersuchung eines bestimmten Wasserparameters. Messbereich, Einheit und Anwendung müssen zur Frage passen; ein einzelner Test beurteilt nicht die gesamte Wasserqualität.
Helle Pearl-Garnele, häufig auch Snowball genannt. Im Handel kommen unterschiedliche Neocaridina-Artzuordnungen vor. Der weiße Zuchtname ersetzt keine sichere Bestimmung; Neocaridina palmata und N. zhangjiajiensis werden in der taxonomischen Datenbank getrennt geführt.
Gelbe Neocaridina-Zuchtform. Yellow Fire bezeichnet eine Farbe, nicht eine eigene Art. Für Haltung und Vermehrung sind die Bedingungen des konkreten Stammes entscheidend.
Der Zebra-Name beschreibt eine Streifenzeichnung und wird uneinheitlich verwendet. Er kann sich mit Hummel-Handelsnamen überschneiden. Für einen belastbaren Steckbrief braucht es die tatsächliche Art oder zumindest eine dokumentierte Handelslinie.
Atyoida pilipes wird auch Mini-Fächergarnele genannt. Sie gehört zu einer anderen Gattung als die Molukkenfächergarnele Atyopsis moluccensis. Der Fächergarnelen-Ratgeber erklärt die Bedeutung von geeigneter Strömung und feiner Nahrung; die konkrete Art bleibt bei der Planung entscheidend.