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Lysmata im Meerwasser: Weißband-, Feuer- und Pfefferminzgarnelen

Lysmata sind Meerwassergarnelen. Weißband-Putzergarnele, Feuergarnele und Pfefferminzgarnele unterscheiden sich in Verhalten und Verwendung; sie ersetzen weder Wasserpflege noch die Behandlung kranker Fische.

Lysmata amboinensis: sichtbare Putzstationen

Die Weißband-Putzergarnele ist an dem hellen Rückenstreifen und langen weißen Antennen erkennbar. Sie kann eine Putzstation besuchen lassen und an Fischen nach Nahrung suchen. Solches Verhalten bedeutet nicht, dass ein Fisch frei von Krankheitserregern ist. Eine Garnele kann tierärztliche Diagnose oder Quarantäne nicht ersetzen.

Plane geschützte Sitzplätze und prüfe jeden Fisch auf Garnelenverträglichkeit. Dass Fische in der Natur Putzstationen aufsuchen, ist keine allgemeine Garantie, dass sie Garnelen im Aquarium verschonen.

Lysmata debelius: Feuergarnele

Die rote Feuergarnele mit weißen Punkten und hellen Beinabschnitten wird auch Kardinals-Putzergarnele genannt. Dieser Name darf nicht mit der Süßwasser-Kardinalsgarnele Caridina dennerli verwechselt werden. Höhlen und überhängende Riffbereiche erlauben Rückzug; eine versteckte Garnele ist nicht automatisch krank.

Füttere so, dass auch zurückhaltende Tiere Nahrung erreichen. Rotes Aussehen allein sagt nichts über passende Haltung in einem Süßwasser- oder Sulawesibecken aus.

Lysmata wurdemanni: Identität vor Glasrosenbekämpfung

Pfefferminzgarnelen werden häufig zur Bekämpfung von Glasrosen angeboten. Unter ähnlichen Handelsnamen stehen mehrere Arten und ähnlich aussehende Tiere im Verkauf. Deshalb nach wissenschaftlichem Namen und Herkunft fragen. Eine Fraßzusage für jedes Tier, jede Glasrosengröße und jede Situation ist nicht belastbar.

Den Besatz nicht allein als Schädlingswerkzeug planen: Auch nach dem Rückgang der Glasrosen müssen die Tiere passend gefüttert und dauerhaft betreut werden. Bei Korallen und anderen Wirbellosen das individuelle Verhalten beobachten.

Stabiles Meerwasser und Larvenaufzucht

Vor dem Kauf müssen Salzgehalt, Temperatur und biologische Filterung des Meerwassersystems stabil sein. Verdunstung mit geeignetem salzfreiem Wasser ausgleichen. Süßwasser-GH/KH-Zielwerte und Bienensalz sind keine Anleitung für ein Riffaquarium.

Lysmata können Eier und Larven produzieren; die Entwicklung frei schwimmender Larven macht die gezielte Nachzucht deutlich anspruchsvoller als bei Neocaridina. Ansaugung, Futtergröße und Larvenpflege müssen geplant werden. Ein Paar mit Eiern beweist noch keinen erfolgreichen Zuchtzyklus.

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Quellen und fachliche Einordnung

Der Beitrag fasst die verlinkten Fachquellen zusammen. Haltungsangaben müssen zur eindeutig bestimmten Art und zum vorhandenen Zuchtstamm passen; eigene Haltungstests liegen diesem Beitrag nicht zugrunde.